Die Stavkirchen bestehen aus Konstruktionen von tragenden Stäben und Säulen. Ein Stilelement der Stabkirchen ist, dass das Dach von einem Skelettgerüst aus freistehenden Eckpfeilern („Stäben“) getragen wird welche auf Steinsockeln stehen. Lange, senkrecht stehende Stabplanken (Dauben) bilden die Wände. Die Tradition stammt vom Schiffs – und Hausbau der Wikingerzeit. Die Kunst der Holzschnitzereien spiegeln eine Mischung aus christlichen Ornamenten und vorchristlichen Motiven der Wikingerzeit. Diese unterschiedlichen Motive, wie zum Beispiel Drachenmotive, wurden auf eindrucksvolle Weise miteinander verwoben. Die Stabkirchen werden mit Birkenteer behandelt, was ihnen ihre dunkle Färbung und den intensiven Geschmack verleiht, sie jedoch haltbar macht.
Die Stabkirche Borgund wurde um das Jahr 1180 erbaut und ist dem Apostel Andreas geweiht. Rund 2000 Baumstämme wurden für die Kirche in der Umgebung gefällt. Bis heute sind sie die ältesten bewahrten Holzgebäude. Noch rund 28 Stabkirchen (von ca. 1000) sind heute noch in Norwegen zu finden.




